Home: Site / Gemeinden / Kreuzebra / Gemeinde

Die Gemeinde Kreuzebra


Kreuzebra kann landschaftlich wie auch historisch als typisches Dorf des Obereichsfeldes angesehen werden. Geographisch liegt der Ort am Westrand des Thüringer Beckens, südlich vom Dün und nahe der Wasserscheide zwischen Elbe und Weser, etwa 450m/N hoch gelegen in einem schützenden Talkessel und hat derzeit 733 Einwohner (Stand 31.12.2015).


Urkundlich wird der Ort als "Eboraha" schon im 9.Jahrhundert erwähnt, wo in einer Aufzeichnung "Eigil" (ein Abt des Klosters Fulda, um 820 ) seine Güter in Dingelstädt und Eberoha dem Kloster Fulda übergibt, jedoch kann als sicher angesehen werden, dass erste Ansiedlungen bereits Jahrhunderte vorher bestanden.

Während in Urkunden aus den Jahren 1217, 1257 und 1262 der Ort noch als Eberoha erscheint, wird er 1341 als Crucisebra benannt, weil zu Beginn des 14. Jahrhunderts eine Kreuzpartikel vom Kreuz Christi in den Ort kam, die in den vorigen Jahrhunderten durch Wallfahrten und auch heute noch hoch verehrt wird.

In späteren Jahren, so u.a. in einer Urkunde des Jahres 1538, wird der Ort - wie der heutige Ortsname - als "Creuzebra" benannt. Bauernkrieg und Dreißigjähriger Krieg, wo das Dorf mehrfach geplündert wurde, hinterließen verheerende Wirkungen.

Zu Beginn und um die Mitte des 18.Jahrhunderts traten durch Kartoffel- und Kleeanbau sowie Hausweberei spürbare Verbesserungen ein, die sich auch in der Entwicklung der Bevölkerung ausdrückten, die im Jahre 1802 schon 908 Personen betrug.

Die wechselvolle Geschichte der letzten Jahrhunderte, vor allem aber die durch Kriegsereignisse verursachten Notlagen trugen dazu bei, dass viele Einwohner des Ortes auswanderten, um in Industriegebieten, aber auch in Amerika, Arbeit und Lebensmöglichkeiten zu finden.

Die katholische Kirche des Ortes wurde in der Zeit von 1738 - 1740 im Barockstil erbaut und ist innenarchitektonisch reich ausgestattet.
Der Turm der Kirche stammt aus dem Johann Wolf Gedenktafel14. bzw. 15.Jahrhundert und wurde als typischer Wehrturm errichtet.

Johann Wolf, der 1743 in Kreuzebra geboren wurde und sich durch mühevolle Urkundensammlungen und Geschichtsforschung als "Vater der Eichsfeldischen Geschichtsschreibung" hervorragende Verdienste erwarb, erhielt durch ein Denkmal am neu gestalteten Ortseingang eine ehrende Anerkennung.

In den Nachkriegsjahren haben sich die Lebensverhältnisse der Bürger kontinuirlich entwickelt und besonders in den letzten Jahren nach der Wiedervereinigung verbessert.

In acht Vereinen entwickelte sich ein reges kulturelles und sportliches Leben, was wesentlich zum gesellschaftlichen Leben und Wohlbefinden der Bürger beiträgt. Schöne Hausfassaden, verbesserte Staßenverhältnisse und ein neu angelegter Dorfanger prägen das Bild des Dorfes.