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Die Gemeinde Kefferhausen

Kefferhausen, am westlichen Rand einer Mulde im oberen Unstruttal gelegen, wird umrahmt von den allmählich ansteigenden Höhen der Muschelkalk-Hochfläche des oberen Eichsfeldes.

Das Dorf, erstmals in einer Urkunde des Mainzer Erzbischofs Heinrich I. vom 12. August 1146 über die Schenkung einer Hufe Landes an das Erfurter Peterskloster erwähnt, zählt heute 801 Einwohner. Der "Ort auf dem Gerölle", so die Deutung des ursprünglichen Siedlungsnamens "Keverhusen" , wird von dem hier noch recht schmalen Wasserlauf der Unstrut und den beiden im Dorf einmündenden Seitenarmen, dem Eschenborn und dem Mäuseborn, durchflossen.

Kefferhausen dürfte gewiss, wie archäologische Zufallsfunde an der Dietrichschen Mühle bestätigen, wesentlich älter sein, als die Urkunde von 1146 ausweist. Der Kern des alten Eichsfeld-Gaues ist schon sehr früh besiedelt worden. Im Mittelalter und bis in die Gegenwart hinein profitierte Kefferhausen in seiner Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung von seiner günstigen Lage zum nahen Dingelstädt, dem einstigen Kirch-, Gerichts- und Versammlungsort.

Kefferhausen, lange überwiegend landwirtschaftlich strukturiert, nahm seit dem 19.Jahrhundert auch an dem bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung des Eichsfeldes Anteil. Heute besitzt das Dorf 30 Gewerbe- und Handelsbetiebe, darunter als größten Arbeitgeber den privatisierten Kleintransformatorenbau.

1996 beging die Gemeinde, deren bedeutendster Sohn der hier am 1.Februar 1604 geborene Jesuit Johannes Müller war, ihr 850jähriges Ortsjubiläum.

Kefferhausen hat derzeit 729 Einwohner (Stand 31.12.2015).